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Chorfreizeit 2007

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Wernborn. „Rike, Rike. . . “, laut klangen die Anfeuerungsrufe durch den Grävenwiesbacher Wald, und während Rike in knapp zwei Meter Höhe über dem Erdreich auf dem Hintern über den nassen Baumstamm robbte, hatten die Kinder vom Gesangverein Wernborn ihren Spaß, als die Angefeuerte immer wieder das Gesicht verzog. „Igitt, meine Hose ist total nass“, tönte es vom Baumstamm zu den Kindern auf der anderen Seite hinüber. Die lachten nur, schließlich war es ihnen Minuten vorher nicht anders ergangen.

Bevor der Kinder- und Jugendchor in die wohlverdienten Sängerferien ging, stand noch die Freizeit auf dem Programm. In diesem Jahr war das Ziel die Jugendherberge Grävenwiesbach. Denn dort wird die Erlebnispädagogik geboten, die Ursula Konder als Vereinsvorsitzende und Günter Werner als Chorleiter in diesem Jahr in den Vordergrund stellen wollten. „Die meisten Kinder unseres Chores sind mittlerweile seit fast sechs Jahren zusammen. Aus diesem Grund wollten wir etwas dafür tun, dass die Gruppe noch enger zusammenwächst und die neuen Mitglieder noch besser integriert werden“, erklärte Konder. Zweieinhalb Tage Spaß, Spiel, Gemeinschaft, selbstständiges Arbeiten der älteren Kinder und auch viel frische Luft waren angesagt. Darin eingebettet das Konzept des Vereins, der seit sechs Jahren mit der Musikschule Werner zusammenarbeitet. „Das ganzheitliche Konzept mit Singen, Tanzen und instrumentaler Ausbildung wurde von unserem Chorleiter Günter Werner eigens für uns zusammengestellt und der bisherige Erfolg bestätigt uns in unserer Arbeit“, erklärte die Vorsitzende.

Bereits am Freitagabend erwartete die Kinder eine Besonderheit: Im Tipi vor der Herberge wurde ein indianisches Essensfest gefeiert. Herbergsvater Rudolf Baues führte in die Geschichte der Indianer ein, und die Gruppe wurde in Medizinmänner, Krieger, eine Feuerfrau und das Häuptlingspaar eingeteilt. Die Medizinmänner mussten nicht nur ums Feuer tanzen, sondern auch den Kriegern das Essen in Blechschüsseln servieren, bevor sie selbst zugreifen durften. Bestecke gab es keine, wie einst wurden die Wild-Karotten, Kartoffeln, der Mais und die Hühnerschlegel mit den Fingern gegessen.

Am Samstagmorgen wurde dann gleich in drei Räumen fleißig gearbeitet. Während im Lehrerzimmer die Flötengruppe ihre Stücke für die Aufführung am nächsten Tag übte, hieß es nebenan auf den No-Angels-Song „Daylight“ tanzen. Unter der Leitung der beiden Jugendleiterinnen Michelle Rech und Stephanie Konder wurde die von ihnen erarbeitete Choreographie auch selbstständig einstudiert. „Für uns ist es wichtig, unseren Kindern schon früh Verantwortung zu übertragen und sie in die Arbeit des Vereins mit einzubinden“, erklärte Konder.

Am Nachmittag hieß es dann Abenteuer bestehen. Unter fachmännischer Leitung ging es in den Wald. In zwei Gruppen eingeteilt, mussten die Kinder und ihr Betreuerteam über besagten Baumstamm robben, eine große Wippe in Balance halten, durch einen hochgehängten Lkw-Reifen hindurch kommen, ohne diesen zu berühren, und selbst eine drei Meter hohe Wand musste erklommen werden. An jeder Station steckten die Kinder die Köpfe zur Beratung zusammen, um die anstehenden Probleme zu bewältigen. „Nicht einmal fiel das Wort Angst oder Ich“, erzählt die Vorsitzende. „Alle machten mit, und unsere Großen halfen den Kleinen, die wiederum volles Vertrauen in die Gruppe hatten.“ Und dies sei sicher gar nicht einfach gewesen, wenn man in drei Meter Höhe hängt und von den Kameraden über die Brüstung gezogen werden muss. Stolz seien vor allem die Sechsjährigen gewesen, die in diesem Jahr zum ersten Mal mit zur Freizeit gefahren waren.

Der einstündigen Aufführung für die Eltern am Sonntagmorgen mit mehrstimmigem Chorgesang, Flötenspiel und Theaterstück folgte eine Vernissage, bei der alle Eltern auch die während der Freizeit angefertigten Kunstwerke ihrer Kinder bewundern konnten. Darunter, wie könnte es sein, zwei großformatige Bilder mit dem Thema „Indianer-Leben“, die die Jüngsten der Chorgruppe in Gemeinschaftsarbeit gemalt hatten.

Chorfreizeit 2006

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Wie auch in den vergangenen Jahren war die Chorfreizeit 2006 ein voller Erfolg. Wir fuhren mit 32 Kindern in die Jugendherberge und erlebten 3 Tage voller Musik, Spaß, Bewegung und Tanz. Die von der Musikschule Werner Anfang Juni vorgestellte neue Konzeption wurde in diesen 3 Tagen ausgeführt. Zum Abschluß am Sonntag Vormittag konnten wir nahezu 60 Personen begrüßen. Als Gastdozent war in diesem Jahr Gero Fei anwesend. Er ist Spezialist für Rhythmik und studierte mit Kindern und Betreuern einen afrikanischen Partypop-Rhythmus ein.

Chorfreizeit 2004

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"Zugegeben, das Betreuer-Team hatte Anfangs etwas Angst", gestand die Vorsitzende Ursula Konder den Eltern am Sonntagmorgen ein, die gekommen waren um ihre Kinder nach den drei Tagen wieder abzuholen. Auch für die Betreuer Bianca Heid, Andrea Stauf und Chorleiter Günter Werner sei dies die erste Freizeit mit dem Chorkindern gewesen. Mit 17 Kindern im Alter von vier bis elf Jahren gleich zwei Mal zu übernachten, sei für alle eine Herausforderung gewesen, seien doch einige der jungen Sängerinnen und Sänger noch nie über Nacht von zu Hause weg gewesen.

"Wir haben wunderbare Tage gehabt", zog Konder ein Resumée und ließ die Tage Revue passieren. Chorleiter Günter Werner nahm die Gruppe im Foyer der Jugendherberge in Empfang. Schon bei der Bekanntgabe der Zimmeraufteilungen war der Jubel groß, hatten die Betreuer doch nach Auffassung der Kinder genau die richtigen Freundinnen und Freunde zu ihnen aufs Zimmer zugeteilt. Nach dem Betten machen ging es zum Abendessen und einige machten zum ersten Mal Bekanntschaft mit einem Büfett. Das man sich hier brav anstellen muss, hatten alle schnell begriffen.

Unterstützung - egal ob Haare bürsten und Zöpfe flechten, Brötchen schmieren oder Umziehen - erhielten die Kleinen von den drei großen Sängerinnen: Michelle Rech, Stephanie Konder und Johanna Eckl (alle 11) hatten die Zimmerpatenschaften übernommen und hatten jeweils drei bis vier Jüngere zu betreuen. "Das hat bestens geklappt und man kann nicht früh genug damit anfangen, Verantwortung zu übertragen", erklärte Konder.

Der Samstag stand im Zeichen der Musik. Günter Werner übernahm wie immer die stimmliche Schulung. Alte Lieder wurden aufgefrischt, neue einstudiert: "Heute hier, morgen dort", "Sag mir wo die Blumen sind", "Marmorstein und Eisen bricht" wurde ebenso geübt wie die "Kinder vom Süderhof", der "Herz-Rapp" und die "Tante aus Marokko". Letzteres wurde dann auch noch mit Musikinstrumenten begleitet. Dazu übernahm die Rhythmik- und Bewegungstherapeutin Bettina Schweinbenz die Regie. Die 32-Jährige war eigens aus Freiburg angereist, um nicht nur die Bewegung im Gleichklang zur Musik zu schulen, sondern auch die Fantasie der Kinder anzuregen. Und so wissen nun alle, wie man mit Mülleimer, Mamas Stöckelschuhen oder Salatbesteck, einem Grillrost und vielen anderen Alltagsgegenständen Musik machen kann. Auch der Trolltanz machten allen ebenso großen Spaß wie das neue "Mombahe", dass sich nicht nur aus drei verschiedenen Singgruppen zusammen setzt, sondern an die Kinder auch noch die Herausforderung stellte, zu singen und sich gleichzeitig dazu zu bewegen.

"Versuchen Sie das auch einmal", empfahl die Bewegungstherapeutin den Eltern. "Sie werden sehen, das ist überhaupt nicht einfach." Während Ursula Konder die Feinmotorik mit Schatzkisten basteln, Glückwunschkarten gestalten und malen anregte, übernahm Bianca Heid die Grobmotorikschulung und zog mit den Kinder in den Wald um dort aus Ästen, Blättern und alten Rinden Waldbilder zu legen. "So konnte jedes Kind passend zu seinem Temperament eine Beschäftigung finden", legten Konder und ihr Team großen Wert darauf, das neben den Pflichtstunden für alle auch genügend Raum für Ruhephasen und individuelle Beschäftigungen blieb. Und so hatte denn auch keines der Kinder einen Durchhänger, alle überstanden die drei Tage ohne Blessuren und mit viel Spaß.

"Für die Kinder als auch für uns war dies eine tolle Erfahrung und im nächsten Jahr werden wir uns sicherlich wieder zur Freizeit treffen", blickte die Vereinschefin schon mal in die Zukunft und zeigte sich davon überzeugt, "wir sind mit unserer Jugendarbeit auf dem richtigen Weg".